fahrt

Bericht Pfingstfahrt

ein Bericht von Uwe Jahn

So schön kann Kanu-Wandern sein!
Drei Tage mit dem KSC am Edersee und auf der Eder

Eine wunderbare Landschaft, das kurhessische Bergland im allgemeinen und das Landschafts- und Naturschutzgebiet Edertal/-stausee im besonderen; herrliches Sommerwetter, auch wenn der Sonntagnachmittag mit kräftigen Gewittergüssen aufwartete; ein malerischer See, eingerahmt von steilen, meist bewaldeten Ufern, mit klarem Wasser, herrlich erfrischend beim täglichen Baden am Morgen und am Abend; an sich auch ein schöner Campingplatz am Edersee - aber die Teilnehmer mußten sich mächtig drängeln, weil sich Anfang März 15-20 angemeldet hatten, man aber letztlich mit 35 Teilnehmern angereist war, da paste kaum eine Handbreit zwischen die einzelnen Zelte; aufregend waren auch die nächtlichen Besuche von wohl drei Waschbären, die alle Lebensmittel, die nicht fest verschlossen waren, auch in den Zelten, durchstöberten und auffraßen (selbst ein Außen- und Innenzelt wurde durchgebissen, um an das offen liegende Brot heranzukommen!); trotz Enge ging es doch sehr friedlich zu, sowohl beim gemeinsamen Frühstück in drei großen Runden, als auch beim abendlichen Plauschen und Erlebnisse-Austauschen.

Im Vordergrund standen nätürlich die Kanutouren; am ersten Tag auf dem Edersee, entweder "nach rechts" 10 km nach Herzhausen am Edereinfluß (und 10 km wieder zurück) oder etwas weniger "nach links" zur Einkehr und Sommerrodelbahn in Niederwerbe; am Sonntag dann die Fahrten auf der "oberen" Eder mit 17 bzw. 12 km mit z.T. "lustigen" Hindernissen, Kiesbänken und Schwällen, wobei dann die Gewittergüsse überraschten und die Teilnehmer eine halbe Stunde vor dem Ziel vom Wasser zwangen; eine andere Gruppe setzte über den See, um eine rund 3stündige Seewanderung zu unternehmen und eine dritte nahm die touristischen "Highlights" mit der Burg Waldeck, der Ederstaumauer und einer Edersee-Rundfahrt mit einem top-modernen Fahrgastschiff mit - wobei sich nur die letzte vor den Regengüssen unter Deck flüchten konnte. Am dritten Tag galt es die "Zelte abzubrechen", doch auch da ließ es sich eine große Gruppe nicht nehmen, noch zweimal das Wasser, diesmal der "unteren" Eder per Kajak oder Canadier zu testen, nunmehr mit noch flotterer Strömung und etichen Stellen leichten Wildwassers, die zum "Spielen" einluden.

Auch die sieben Kinder kamen auf ihre Kosten: Baden und Spielen im und am See gleich hinter dem Uferrandweg, herumtoben in dem weitläufigen Zeltplatzgelände und auf den Kinderspielplätzen und natürlich auch bei den "Leckerbissen" der Kanutouren (Stufen und Schwälle auf der Eder,Sommerrodelbahn).

Alles in allem eine gelungene Vereins-Pfingstfahrt, wohl die mit der größten Teilnehmerzahl in der KSC Vereinsgeschichte (39 Teilnehmer, davon 4 in einer Pension untergebracht). Zwei Dinge bleiben fürs nächste Jahr zu wünschen übrig: Erstens wieder einen "schönen" Standort und Ausgangspunkt für interessante Unternehmungen zu finden und zweitens die frühzeitige Anmeldung möglichst aller Teilnehmer, um nicht wieder in drangvoller Enge zelten zu müssen.