2003

Heidschnuckenfahrt 2003

Ein Dutzend KSC'ler paddelt trocken die Böhme
nur der Jo - ist um seinen Trocki froh
und auch zu Maiks grossem Verdruß
holt dieser sich 'nen nassen Fuß
aber abends beim Heidschnuckenmahl
war der feuchte Zustand ganz normal
und die ganze Schnuckenmampferei
war diesmal schnuckenmuffelfrei

Herzlich willkommen zur Heidschnuckenfahrt 2003, mangels Schnuckenmuffeln eine 100% schnuckelige Fahrt, aber auch eventuelle Muffel hätten sicher ihr Vergnügen gehabt. Doch ich möchte euch nicht länger mit Banalitäten langweilen, sondern wie gewohnt anhand von (diesmal 75) Bildern einen kleinen Eindruck von dieser Fahrt geben, gewürzt mit mehr oder weniger sinvollen Kommentaren. Auf geht's:

Erstmal die Schiffe aus dem Hangar zerren, es hatte leider 4 kurzfristige Absagen gegeben, Stephie und Matthias hatten familiäre Verpflichtungen, und das Kätzchen von Gabi und Manfred kränkelte signifikant, aber letztere schafften es immerhin zum gemütlichen Teil am Samstag.

willst Du paddeln auf dem Bach

muss das Schiffchen erst aufs Dach.

Dann ging's auf die A7 Richtung Hamburg, Ausfahrt Dorfmark, die hinken der Zeit ein wenig hinterher, inzwischen müsste es ja 'Dorfeuro' heissen, oder konsequenterweise gleich 'Stadteuro' :-)

hier der Heidschnuckator höchstpersönlich und das frostig-freundliche Empfangskomitee, diese hatten zuvor ihren Krattler yanns einfach bei den Schwiegereltern abgeladen. Sogar die Sonne kam inzwischen heraus.

dann hieß es: Lager aufschlagen und fertigmachen zur Wasserung

Hier das KSC-Gespenst 'Hui Ali Buh' beim etwas unorthodoxen Aufbau seiner Unterkunft

Da simmer auch schon in Tetendorf angekommen, jetzt heisst es: abladen

Feintuning vornehmen

die Fuhre beladen

und ab auf den Bach

also viel Wasser war dort wirklich nicht drauf

a smile a day - keeps the doctor away

so langsam versammelt sich die Meute hinter der Einsatzstellen-Brücke

und dann geht's schon los, ich habe mich erstmal an die Spitze gesetzt

die letzten beiden Aufnahmen entstanden im top-cap-back-mode, also Kamera in voller Fahrt über die Mütze nach hinten abgefeuert

hier habe ich die Meute mal vorbeigelassen, vorne links rührt unser einarmiger Bandit und designierter Fahrtenleider Helge im Bach.

Dann kamen 2 kleine Wehre, eigentlich problemlos befahrbar und von mir in gleicher Konstellation auch schon zweimal befahren. Das erste rumpelte ich recht problemlos hinunter, auf Haltungsnoten lege ich mit meinem Schlachtschiff sowieso keinen Wert, aber beim zweiten verließ mich mein Glück, ich rutschte einen kleinen Tick zu zaghaft hinunter und blieb dadurch einen kleinen Tick zu lange mit dem Kiel auf der Wehrkrone hängen, rutschte schräg ins Unterwasser und das war's dann auch:

Hier stehe ich neben meinem frisch gewaschenem Boot mit Blick auf das eigentlich lächerliche Wehrchen

So fand der ursprünglich unter kontrollierten Bedingungen geplante Dichtigkeitstest meines Trockenanzugs unter realistischen Bedingungen statt, gleichzeitig wurde das Unterwassergehäuse meiner Kamera erfolgreich (wie das Bild beweist) geprüft. Und ich muss sagen, so ein Trocki ist 'ne feine Sache, in aller Ruhe habe ich mir waternderweise eine schöne Uferstelle gesucht, habe mit Soizes' Hilfe das Boot gelenzt, bin eingestiegen und weitergepaddelt, als wie wenn nix gewesen wär...

Das Wehr kurz danach habe ich mir dann lieber verkniffen, und bis auf die üblichen Verdächtigen folgten alle anderen meinem Beispiel, da dieses Wehr durch die im Unterlauf angebrachte Betonplatte ziemlich langboot-inkompatibel ist

Maik holt sich hier auch noch nasse Füsse

und so ist die Flotte schnell versammelt

dann wird umgekarrt

eingesetzt

und weiter geht's

hier eine der vielen Spontanpausen

da kann das Wasser auch noch ein wenig steigen, bevor es kritisch wird

dann wieder ein Mühlenwehr, die meisten setzten hier ordnungsgemäß aus

nur Gnadenlos-Uwe und Wutze-Ali befuhren den recht schmalen und bewachsenen Umflutgraben, das Resultat sieht man hier

dann gab man sich kulinarischen Genüssen hin, schliesslich wurde

wahlweise synchron und elegant oder

eher verkrampft und unentspannt wieder eingesetzt (sie kann's aber auch besser :-)

lange erwartet, endlich da: eins der (sonst vielen) Baumhindernisse, diesmal das einzige, und es sorgte gleich für die eine oder andere Stunteinlage, Uwe hat sich hier festgefahren, ich dokumentiere dies noch vom sicheren Ufer

hier stehe ich bis Oberkante Bauchnabel im trüben Bach und zerre den Festgefahrenen vom Stamm

man beachte den Ausdruck der Erleichterung

bei den anderen war dann Teamwork angesagt

auch Micha sieht so erleichtert aus wie sonst nur morgens nach dem Klappspateneinsatz :-)

und so versammelte man sich nach dieser mehr oder weniger sportlichen Einlage unterhalb des Baumes

kurz danach entstand auch während einer besinnlichen Phase dieses Bild von meiner Wenigkeit, im Hintergrund lümmeln Ali und Uwe

letztes Wehr vor der Böhmeschlucht, raus

und wieder 'rein, so ganz kurz vor Schluss kam dann ein kleiner Schwall

stellvertretend hier Victory-Helge

Ende Gelände, Boote 'rausgewuchtet

und auf die Wiese geschmissen, dann war der potentiell feuchte Teil zuende

und man stellte sich vorglühenderweise auf die zu erwartenden Gaumenfreuden ein

Manfred und Gabi stießen auch noch zu uns, die Heidschnucke wollten sie sich dann doch nicht entgehen lassen und ihr Kätzchen befand sich auch schon auf dem Weg der Besserung

Und los geht's, Helge sieht irgendwie noch durstig aus ;*) Eine lästiges Begleiterscheinung solcher Events ist die Presse, im Hintergrund der Hilfsreporter Maik beim Versuch, auch mal ein gutes Foto zu machen. (Solange er die Kamera in meine Richtung hält, wird ihm das per se nicht gelingen ;-)

Ingrid und Ali erwartungsvoll, dann ging's auch schon los

lecker Hochzeitssüppchen

und latürnich Heidschnucke satt, nach suboptimalen Erfahrungen der letzten beiden Male habe ich mich diesmal sowohl mit den Sättigungsbeilagen als auch mit dem Ratzeputz zurückgehalten und es nicht bereut

gefräßiges Schweigen, bei Karin und Sigrid will das schon was heißen :-)

aber auch auf den billigen Plätzen das gleiche Bild

Friede Freude und Eierkuchen auch nach der Mahlzeit, ich denke mal, daß es allen geschmeckt hat

jetzt geht's zum gemütlichen Teil über, aber den zensiere ich lieber mal....

The Day after

Ein erster Blick aus dem Zelt:

Hallo Micha!!!! <gäähn>

weniger erfreulich aus Paddlersicht war dann der Blick auf den Pegel, dieser hatte sich über Nacht signifikant in den roten Bereich bewegt, und so entschlossen wir uns für eine Kanuwanderung ohne Kanu.

Nach einem ausufernden Frühstück (also wenn ich an dem Tag gepaddelt wäre, dann hätte ich den Trocki verflucht, mit 6 Tassen Kaffee im Blut - Jacobs Dröhnung unerreicht, 6 getrunken, 12 geseicht ;-) gings dann auch los.

Ich glaube, zu den folgenden Bildern muss ich nicht mehr viel sagen, es ging die Böhme entlang nach Fallingbostel und wieder zurück, nach recht zähem Hochnebel zeigte sich wie gestern die Sonne, und es wurde eine schnuckelig/stimmungsvolle kleine Wanderung

Abmarsch!

auch von Land ganz schön, oder? Hier stehen im Sommer normalerweise die Galloways im Bach

das Wehr in Fallingbostel

Da wäre nichtmal Ali 'runtergeschrubbt

Franç-ina

auch hier sollte man lieber ans Umtragen denken

dann gings zurück

die Sonne vergoldete den Wald

und wieder brauche ich nicht zum Doc :-)

hier lümmeln sich die müden Krieger

Inge, die Stammhalterin

hier hatten wir das Basislager wieder erreicht, und nach einer kurzen Konsolidierungsphase gings zurück zum Hauptstützpunkt.

 

Alles in Allem trotz der eher kleinen Gruppe mal wieder mal 'ne schöne Gemeinschaftsfahrt, die Schnucke nach leichten Anfahrschwächen wieder sehr lecker, das Paddeln bis auf das kleine Malheur auch wieder ein Hochgenuss und daß die Wanderung am Sonntag ohne Kanu stattfand, hat bei dem schönen Wetter auch keinen gestört, zum Paddeln war ja fast schon wieder zuviel Sonne ;-)

Also ich freue mich schon aufs nächste Jahr und auf die erfolgreiche Bezwingung des Wehres, und wenn's nicht klappt, auch egal, mit dem Trocki - kann mich nichts mehr schocki! :-)

JO