nu Camp

Wildwasser und mehr…
KSC beim 32. Kanu-Camp in Osttirol

"Urlaub in den Alpen - mit Paddeln und vielen anderen Möglichkeiten": 25 Mitglieder und vier Nichtmitglieder haben sich auf dieses Angebot eingelassen - und sind nicht enttäuscht worden!

Wer sich auf die offene Art der Organisation dieses Kanu-Camps eingestellt hat, der ist voll auf seine Kosten gekommen. Das zumindest hatten unsre elf Kids ganz schnell begriffen und schnell Anschluss an andere Gleichaltrige gefunden: Wildwasser-Fahren, Volley- und Fußball-, Tennis- und Badminton-Spielen, Schwimmbad- oder Grill-Party und was sonst noch - wir Erwachsenen haben sie kaum noch gesehen.

Dafür konnten wir die herrliche Kulisse der Lienzer Dolomiten vor uns und die der Schober-Gruppe hinter uns geruhsam genießen, hatten wir doch mit einiger List und Tücke geschafft, einen ausreichend großen Platz für unser Vereinszeltdorf zu behaupten. So wurde unsre morgendliche Tafel sehr schnell zu einer entspannten Zeremonie, bei der Farids beliebte Tomaten- und Zwiebelscheiben-Teller und sein eigens gebrauter Tee und die auch sonntags frischen Brötchen immer wieder ihre Anziehungskraft bewiesen. Ebenso ging's bei der Abendrunde zu, die häufig bei Saft, Rotwein oder Bier mit den Abenteuern des Tages gewürzt wurde.

Nun, auch wir Erwachsenen hatten unsre Highlights, und das nicht zu knapp. Seien's die eher zögerlichen Versuche einiger auf der unteren Drau oder im Topo-Duo unsres westfälischen Nachbarn, seien es wildere Ritte auf der Isel, der Lieser oder der Socca, von den Kenterungen beim letztlich erfolgreichen Üben des Kehrwasserfahrens nicht zu reden.

Andere eroberten die Berge mit beträchtlichen Höhenmetern in ein- oder mehrtägigen Kraxeltouren und kamen müde, aber glücklich wieder zurück. Bei den Radtouren war der Drau-Radweg ein besonderer Leckerbissen - mit dem Zug nach San Candido (Italien) und per Rad die über 50 km im Pustertal zurück, links die Drau, mal zahm, mal wild, und rechts die herrlich-bizarreren Gipfel der Lienzer Dolomiten! Wanderungen zur Galitzenklamm, zu den Neualplseen (2.450 m) oder zum Kals-Matreier Törl (2.200 m) oder Ausflüge zur Gletscherwelt der Hohen Tauern hatten auch ihre Reize. - Wer's nicht so wild liebte, fuhr eben "in die Stadt" und genoss den mittelalterlichen Stadtplatz von Lienz mit einer Köstlichkeit in der Eisbar oder aalte sich in der Sonne oder im Wasser am wunderschön gelegenen Tristacher See.

Natürlich war nicht alles eitel Sonnenschein; hatten wir doch auch ein paar ordentliche Gewitter und Regengüsse - so fiel der Kanuten-(Abschied-)Ball regelrecht "ins Wasser"; auch war die die Ansammlung von rund 350 Leuten auf der Fläche von circa drei Fußballfeldern nicht das idyllischste Waldcamping; und die Organisation von fünfzehn, zwanzig Veranstaltungen am Tag ging auch nicht immer ohne Reibungsverluste vonstatten.

Aber aufs Ganze gesehen war das Kanu-Camp für die allermeisten von uns, insbesondere für unsre Kids, ein großes Erlebnis, so dass einige bereits mehrfach wiederholt haben, unbedingt bei der nächstjährigen "JEM" dabei sein zu wollen. Diese soll in Waidring in Tirol, auf einem ordentlichen Campingplatz mit Badesee,
und zwar in den ersten drei Wochen der NRW-Sommerferien stattfinden, was die ersten zwei Wochen unsrer Ferien in Niedersachsen bedeutete (ab dem 14. Juli). Nun denn, so falsch kann unsre Auswahl also nicht gewesen sein…

In jedem Fall wird es notwendig sein, dass wir uns früher als diesmal schlüssig darüber werden, ob wir uns wieder dort "anschließen" - der Anklang diesmal und die Nachfrage nach dem nächsten Mal waren groß -, oder ob wir eine kleinere, vereinseigne Unternehmung oder aber Beides(?) ins Auge fassen wollen. Diese Fragen sollten wir schon jetzt, z.B. an den Donnerstagabenden, zu diskutieren anfangen, damit wir im Spätherbst oder zum Jahresende die entsprechenden Absprachen vornehmen können - was ja nicht zuletzt bei einigen schon recht frühe Festlegungen für die Urlaubsplanungen des nächsten Sommers verlangt.

Wenn ich auch für ein paar Tage gehandicapt war, auch ich bin nach Nikolsdorf einmal mehr überzeugt, das wir auch im nächsten Jahr ein solch größeres Wildwasser-Ereignis in unsrem Vereinssport-Programm haben sollten -

Euer UWE JAHN