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Spreewald 2006

Ostern 2005 war der harte Kern ja schonmal im frostigen hochwässrigem Spreewald unterwegs, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Sommerpaddler folgten ;-)
Nunja, das Wetter war schon herbstlich angehaucht, mit einzelnen Regeneinlagen, aber auch die Sonne ließ sich öfter blicken, und so verbrachten wir 5 schöne Tage an diesem idyllischen Fleckchen Erde

Donnerstag 28.9

Ich war ja schon Donnerstag angereist und hatte das ganze Gelände für mich alleine, links Zelt, rechts Boot und Auto, im Hintergrund eine Kneipe mit Bootsverleih und dann ist auch schon das Lehder Fließ. Ich machte erstmal eine kleine Tour ohne Kamera um den Ort Lübbenau (alles, was man ohne Aussteigen paddeln kann) und gegen nachmittag stürzte ich mich dann ins Kahnhafengetümmel

dieser Kahnfahrer scheint nicht ganz ausgelastet

hier der Blick von der Brücke aufs Epizentrum

also auch von der anderen Seite ist der Knabe nicht wesentlich dynamischer

bei der Rückkehr war dann schon die Vorhut in Form von Anna, Ernst, Sigrid, Wolfgang und Christa aufgeschlagen

nach den Strapazen der Fahrt war erstmal ein kühles Blondes angesagt, gut, daß der Biergarten nur einen Paddelwurf entfernt lag

nach dem Aufbauen gings dann nahtlos in den Dämmerschoppen über

Samstag 30.9

the day after, Spuren der Nacht, aber Manu schmeckt die Morgenfluppe schon wieder

so, jetzt aber tacheles, Boote in Reih und Glied

und dann gehts schon 300m zur Einsatzstelle

und schon bin ich mit einem Kahn auf Augenhöhe

es dauerte schon seine Zeit, bis alle drin waren, auch wenn wir heute noch relativ alleine einsetzten

nach knapp 2 km war dann auch schon die erste Schleuse, die wir lieber umtrugen bzw. umrollten

denn die Schleuse selbst war gutgefüllt

die ersten Meter waren noch megaidyllisch

doch dann trafen wir auf die erste Kohorte Leihbootler und bei 4m Bachbreite gabs auch kein Vorbeikommen

gaaanz davorne ist die Umtragestelle

Unsere Wanderwartin Anna auf der Überholspur

doch irgendwann war auch ich an der Reihe

wir ließen die Horde erstmal passieren, sogar meiner Kamera wars auf diesem Bild zuviel ;-)

ohne Worte

bei der nächsten Schleuse meine Premiere als Schleusenwärter

mein kleiner Zwischenspurt lohnte sich

isses nicht ramontisch?

im Flussführer stand was von flach, und dem war auch so, im Eifer des Gefechts hatte sogar der Tropfen eine Chance

kurz darauf erreichten wir wieder Zivilisation in Form der Ortschaft Leipe -im Hintergrund sieht man auch schon die Kneipe, Werner und ich legten hinter der Kurve an, hatten auch den größten Durst

vorne stapelt sich der Rest der Truppe

ein Blick auf die Karte kann in diesem Labyrinth nie schaden

diese Sardinenbüchsenschleusung lohnte sich

das müßte die Hauptspree sein

unser Jüngster Mitpaddler, Quen(gel)tin ;-)

wo man hinschaut, reger Verkehr, wir nähern uns der Temporär-heimat

und da erreichen auch Christa und Ernst den Heimathafen

Sigrid war an diesem Tag nicht wohl und war nicht mitgepaddelt, aber bei unserer Rückkehr zeigte das Barometer wieder steigende Tendenz

Sonntag 1.10.

das wichtigste Utensil war an diesem Morgen der Schirm und der Pavillon

also die Stimmung beim Spätstück war eher gedämpft

aber da muss man durch, hier haben sich schon die Ersten in Regenschale geworfen

Also Anna, bitte etwas mehr Elan, als Wanderwartin hast du Vorbildpflicht!

und da wird auch schon der erste Doppeldecker gen Einsatzstelle gerollt

da war heute trotz des Regens signifikant mehr los...

aber pünktlich zum Einsetzen hörte es auf, zu gallern, und ich legte auch gleich die Paddeljacke ab

und auf gehts durch die Wildnis

diesmal waren wir unter uns

hier der Kanal, wo wir gestern im Plastebootstau standen

doch heute fiel keiner von der Rolle

heute bogen wir in den Hoch-Spreewald ab

wirklich hoch-beeindruckend

aber auch hier sind wir nicht alleine

Ernst, Werner und ich waren heute die Vorhut

und das Hauptfeld wusste diesen Komfort durchaus zu schätzen

dann ist auch das Schleusenpersonal wieder an der Reihe

und wird auch gleich mit einem wunderschönen Ausblick belohnt

auch eine lange Gerade kann rundum entzücken

gegen Mittag erreichten wir auch heute eine der vielen Gaststätten, diese war jwd fernab jedes Mitbewerbers, das merkte man auch an der Qualität, die Gaststätte am Tag vorher können wir aber sehr empfehlen

Jessica in ihrem Abfahrts-Wildwasserboot legte ein ordentliches Tempo vor, da hatten wir alten Säcke[tm] doch einige Mühe, Schritt zu halten

Grinse-Ernst hat einen im Kahn

Da umfahren wir Lehde, das Zentrum des Trubels, dort ist am Wochenende auch für Paddler gesperrt. Aus gutem Grund, die Belastbarkeitsgrenze dieser Brücke scheint mir auf jeden Fall erreicht

auf lange einsame Strecken

folgt wieder eine 'ab ins Gebüsch-Aktion', denn die Kähne haben ja Vorfahrt, da unter den Tischen, wo die Schirme liegen, türmen sich normalerweise die Mini-Schnapsflaschen, aber wahrscheinlich ist dieser Kahn am Ende seiner Tour ;*)

hier die Rolle kurz vorm Endspurt

das abendliche Gelage erspare ich euch mal wieder (aber zu erwähnen sind die obergenialen Bratkartoffeln, die von Christa liebevoll in meiner heiligen Gusseisenpfanne zubereitet wurden)

Montag, 2.10

Da Ernst und Christa heute 'zweiercanadiern' wollten, hat Sigrid mal Ernsts (relativ;-) flotten Einer probegesessen, sowohl an Land als auch dann auf der heutigen Tagestour. Ich hatte mir an diesem letzten Tag paddelfrei genommen, gewandert bin ich dann auch, aber nicht ge-wasserwandert.

der obligatorische Paddelburger

das Paddelquartett

also heute war es definitiv regenfrei

Ernst, der Canadierkapitän verläßt als letztes das Land

ein letzter Blick auf die dahinschwindende Meute

doch es war gut, daß ich an Land geblieben war, denn ein heftiger Wind setzte alsbald ein und sorgte bei unserem Pavillon erst für dicke Backen (wie auf diesem Bild). Und ca. 5 Minuten später hob das Zelt ab und ich konnte es gerade noch festhalten, bevor es sich auf den Weg gen Polen machte...

die erste (aber effektive) Hilfe sah so aus, Seitenwände weg und Biertisch-Bootsanker

hier nochmal die Totale incl. Ernsts Edel-Schwenkgrill

dann machte ich nochmal einen kleinen Spaziergang nach Lübbenau/Lehde, also die Epizentren der Spreewald'gemütlichkeit'

Hier der Emanzenkahn mit Frau am Rudel (ist nicht chinesisch ausgesprochen, das Stocherdingens heisst so ;-)

sind sie nicht süß, die rosa Deckchen?

da gibt's leichten Stress an der Paddelkreuzung

im Hintergrund hat sich gerade ein Kahn entleert, im Vordergrund befüllen sich die Kahnfahrer

Dieses augenkrebsverursachende Foto habe ich gleich mal an www.deppenapostroph.de geschickt, soviele Gift's, Souvenir''s und Kahnfoto'''s auf einem Haufen sieht man leider immer häufiger, aber in dieser Konzentratio'n is't es wirklic'h extre'm he'fti'g ;-)

hier bin ich schon in Lehde, DEM Spreewalddorf schlechthin, bis 1926 nur auf dem Wasserweg erreichbar

auch hier wird dem erschöpften Kahnfahrer reichlich Möglichkeit zur Stärkung geboten

hier eine Dame in Landestracht am Rudel

Doppelpaddler vorm Kürbisstapel

gegen abend sorgte der Grill wieder für Stimmung

Dienstag, 3.10

So, am Tag der deutschen Einheit gingen wir beim Henkersfrühstück mit gutem Beispiel voran

aber irgendwie sieht man den Paddellanten (hier Anna und Wolfgang)

und hier Ernst (mit Anstandsapplaus) und Christa die Strapazen des verlängerten Wochenendes doch an ;-)

das ist 'meine' Zeltkatze, die mich schon am Donnerstag, als ich noch ganz alleine war, besucht hat, dann zwischenzeitlich mit Manu fremdgegangen ist, aber am letzten Tag doch wieder auf meinen Schoß geprungen ist...Ja, so sind sie, die Fraue..Katzen

Es war doch etwas regnerisch beim Aufbruch, hier ein Bild aus meinem Auto, aber der Abbau und geordnete Rückzug fand in friedlich-dynamischer Athmosphäre statt

Aalso, es war mal wieder eine nette Tour in einem sehr schönen, mir und dem Rest der tollen, harmonischen Truppe (bis auf Sigrid, aber die 'hat' kein Internet und kann das hier sowieso nicht lesen ;-) unbekanntem Revier und ich werde auf jeden Fall auf einem meiner nächsten Berlintouren dahin zurückkehren.

Aber dann nicht an einer Wochenende-Montag-Feiertag-Kombination, da war mir auf dem Wasser doch ein wenig zuviel los, und so ein Oktoberfest-Jahrmarkt mit Musi und Stimmung bis nachts um eins in Kombination mit 3 Kirchen in Bimmelunion um 7 Uhr morgens muss auch nicht mehr sein.

Aber ICH hatte ja 7 Tage Vor- und 4 Tage Nachlauf in ruhigeren Gefilden ;-)

I'LL BE BACK, SPREEWALD!

Jo