C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN"> KSC:Grosse Fahrt 2007

Große Fahrt ums kleine Dreieck September 07

Ein einzigartig-exorbitant-ultimativer Bericht der 5. und letzten Fahrt (2007) 

Sanft, aber nachdrücklich geweckt durch ein stetiges Regenprasseln gegen meine Schlafzimmerscheibe, beginnt der 1.September 2007 wenig verheissungsvoll.  Soll jetzt nicht heissen, daß wir uns in Kanu Sommerpaddler Club umbenennen wollen, aber der gemeine Nicht- bzw. Gelegenheitspaddler sitzt doch lieber auf den Wasser als im Wasser. Auch ist der Wasserstand ziemlich hoch, was einen heissen Ritt gegen die Strömung verspricht.

Und so sind Maik, Janina und meine Wenigkeit auch sehr erfreut, als A-tens die Wolkendecke gegen 9:30h doch einige Lücken zeigt und B-tens gegen 10 Uhr doch ein gewaltiger Run aufs Gelände einsetzt:


das ist erst die halbe Miete, im Hintergrund lauert die Kalt- und Heissmamsell Janina, sie paddelt normalerweise auch gerne mit, aber irgendwer muss sich ja um die An-Land-Infrastruktur kümmern


und hier ist die Terrasse schon gutgefüllt und Silberrücken Maik schreitet stimmkräftig zur Begrüßung

von der Wiege bis zur Bahre - Formulare, Formulare.....dann trägt sich jeder in die 'Ich bestätige, daß ich schwimmen kann und die Fahrt auf eigene Verantwortung mache'-Liste ein. Und bei der Gelegenheit wird auch gleich der Mitfahr-Obolus einkassiert, der kann schonmal nicht nass werden ;-)

aber dann gehts auch schon ins Boots-Außenlager und mit vereinten Kräften werden die Boote 

auf den Hof geschleppt und mit Paddeln und dem üblichen Gebamsel bestückt

hier liegt die gesamte Flotte auslaufbereit und inzwischen haben sich auch schon die jeweiligen Mann/frauschaften gefunden

jetzt wird's auch höchste Zeit für Maiks' Sicherheitsbelehrung und allgemeine Hinweise zum Verhalten auf und (hoffentlich nicht) im Wasser

hier das Ganze nochmal von der anderen Seite

als letzter Akt  kommt dann nochmal eine Trockenvorführung mit allen möglichen Vorwärts- Zieh- Bogen- Sonstwieschlägen
(Die Erfahrung zeigt: Der Wille zählt - egal wie - irgendwie geht's immer, meistens sogar vorwärts ;-)

Schluss mit der Theorie - rauf auf's Wasser

ein Kahn nach dem anderen wird fachgerecht befüllt, gut daß hier zwei von uns festhalten, solche akrobatischen Einlagen wie bei der Lady rechts enden gerne mit der instabilen Seitenlage und halber Eskimorolle ;-)

alles auf dem Fluß - los geht's mit Genuß

...jedenfalls wenn die ersten paar hundert unsicheren Zitter-Meter geschafft sind


ich bin schonmal ein Stück vorgespurtet und zeige euch mal die Flottille in ihrer ganzen Pracht


da beim Schild mündet die Leine ein (und wir mit ihr ein wenig später) wir paddeln also jetzt auf den letzten Metern Ihme gegen die Strömung derselbigen. An der Strandbar im Hintergrund ist auch noch ziemlich tote Hose.

DAS nenne ich effektiv angewandte Arbeitsteilung

 der Weg ist hier beim Ihmezentrum nicht gerade das Ziel

und auch den Irish Pub am schwarzen Bären (halbe Strecke stromaufwärts) lassen wir rechts liegen


hier unter der lauschigen Brücke wartet die Tête de la course auf den Peloton und die Nachzügler


uund jetzt heisst es auf den letzten 500 Metern nochmal 'äusserste Kraft voraus', denn der schnelle Graben, welcher die Leine und Ihme verbindet, macht seinem Namen mal wieder alle Ehre

aber da vorne kommt auch schon die erlösende Aussetzstelle am Wehr beim schnellen Graben

ja, genau da, oben wird schon das erste Dickschiff umgetragen


während sich unten noch ein kleiner Stau bildet

doch auch dieser löst sich schnell auf und wird nach oben geschleppt

wo sich schon die Boote links und rechts des Trampelpfades stapeln

irgendwann ist auch die KSC-Nachhut (Petra & Rafael) eingetrudelt, irgendjemand muss ja das Letzte sein ;-)

Halbzeit! Die ersten 5 Kilometer sind geschafft, und in der Gewissheit, daß es jetzt nur noch mit der Strömung geht, ist das mehr als die halbe Miete und wird für eine ausgiebige Zwischenstärkung genutzt

aber dann heisst es auch hier wieder: alle Boote marsch!
Im Vordergut mein Versorgungsschiff, der Frachtraum bis Oberkante Süllrand mit Klamotten gefüllt


und da geht es schon wieder hinein, ein Vorteil des hohen Wasserstandes ist hier, daß der Schlamm gut befahrbar ist ;-)

da habe ich auch schon gewassert, die Sonne brennt inzwischen erbarmungslos, und über meinem Scherz: 'Habt ihr denn auch alle Sonnenmilch dabei?', den ich am Morgen bei Wind und Regen machte, lacht jetzt keiner mehr

da haben wir schon die Leine erreicht, rechts wäre es ein Katzensprung in den Maschsee

aber auch diesen lassen wir rechts liegen und kämpfen uns durchs romantische Gebüsch

links ist das Fussballstadion, und die lauschige Ruhe wird signifikant durch laute Sprechchöre unterbrochen, welche sich für das Spiel Bochum-Hannover warmgröhlen (hat 96 natürlich 3:2 gewonnen ;-)

da vorne unter der Brücke rechts hat sich jemand wohnlich eingerichtet

Strömung und Gebüsch bilden oft eine unheimliche Allianz, die insbesondere auf den Anfänger eine noch unheimlichere Anziehungskraft ausübt



hier ist eine der schönsten Passagen, wenn der Strassenlärm nicht wäre, könnte man sich jwd irgendwo auf einem schnuckligen Heideflüsschen wähnen

durch diese hohe Trauerweidenkathedrale müssen sie paddeln

ebenso durch diese letzte Brücke vorm Ausstieg

haarrrt backbord.....und dann staut es sich auch wieder, und da hier richtig Zug auf dem Bach ist

ging es auf dem Mini-Steg turbulent zu

doch irgendwann ist auch das letzte Dickschiff eingelaufen

und alles versammelt sich auf der Wiese neben dem Waterloo-Biergarten, wo man theoretisch einen zünftigen Brotzeit-Break machen kann

aber wir verschnaufen nur kurz

dann werden diverse Paddelboot-Doppeldecker auf den Bootswagen gezurrt

und mit vereinten Kräften 300 Meter

an der mobilen Fussballer-Getränkestation vorbei

über die Brücke beim Wehr

Richtung Landtag gekarrt

Quietscheentchen-Maik hat da unten schon gewassert

aber der Rest hat es noch vor sich

gar nicht so einfach, bei diesem Seegang so einen Dampfer zu entern

langsam füllt sich der brodelnde Landtag-Kessel 

die rot-grüne Paddelition

so langsam wirds eng in der Ecke

 erste Ausfallserscheinungen??


der Pulk macht sich auf die Paddelsocken

der Landtag ist nur einen Paddelschlag entfernt

zwei weitere Brücken

die mächtig entzücken ;-)


und da ist auch schon das hohe Ufer mit Deutschlands ältestem Flohmarkt

aber wir sind recht spät dran und viele Flöhe sind schon weggehüpft

kurz hinter dieser Brücke endet die lange Gerade mit dem städischen Flair

und geht nahtlos in den Dschungel der Calenberger Neustadt über

das sind die letzten Meter auf der schnuckligen Stadtleine.... gaanz da hinten

gibt es ein 'déjà-vu', denn da sind wir vor 3 Stunden hochgepaddelt, hier mündet die Ihme theoretisch  in die Leine, wobei es praktisch eher umgekehrt ist, denn die Ihme ist an dieser Stelle fünfmal so breit...egal, ab hier heisst alles wieder Leine


ich habe einen kleinen Endspurt eingelegt und dokumentiere den Einzug der Paddelatoren

hier an unserem superbreiten Luxussteg löst sich das Stäuchen in Rekordzeit auf

mit letzter Kraft (aber sooo wild war's heute ja nicht) werden die Kähne übern Deich geschleppt

abgelegt und endgereinigt

war wieder mal gut was los auffem Hof

Janina hat schon den Grill vorgeglüht und jetzt geht's mal wieder um die Wurst

und unsere wunnnnderschöne Terasse wird mal wieder zum Epizentrum

Janina kontrolliert derweil die schwarze Vereinskasse ;-)

und Rafael räumt mal wieder kräftig ab

und mit diesen 3 fidelen Damen vom Grill erkläre ich diese wunderschöne Tour für ausdokumentiert.

howgh!

 

bis nächstes Jahr!

JO