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Heidschnucken-Böhmefahrt 2008

Auch auf Fahrt numero sieben, hats uns an die Böhme getrieben
nur eine ganz bestimmte Schnucke, tut jetzt nicht mehr mucke
sie lag auf dem Teller mit Sauce bedeckt
und hat einem jeden Paddler geschmeckt

Auweia, gleich am Anfang so ein mieser Knüttelreim, ich hoffe, ihr lest trotzdem weiter ;-)

Zur Fahrt selber muss ich nicht viel sagen: hier ist eine kleine Karte mit den wichtigsten Stationen, wir sind wie immer am Samstag von Tetendorf (1) bis zum Campingplatz Böhmeschlucht (6) und am Sonntag weiter zum Schulzentrum Walsrode (9) gepaddelt.  Am ersten Tag waren knapp 20 auf dem Wasser, davon die Hälfte von unserem hanseatischen Schwester/Bruderverein. Das Wetter war besser als (lt. Wettervorhersage) erwartet, die letzen Tropfen fielen beim Einsetzen, danach war es am Samstag eher heiter, am Sonntag betrug die Luftfeuchtigkeit zwar um die 100%, aber nicht in Form von Regen. 

So, genug der grauen Theorie, hier die Bilder, es sind über 120 geworden, aber ich muss ja irgendenwie den Rückstand dieses Jahres wieder einholen. Ein paar Videos sind auch dabei, aber das sind richtig dicke Klopse, obwohl ich sie schon nach dem MPEG2-Standard eingedampft habe. Falls sie nicht laufen (ich habe nur einen neuen Mac zuhause, auf dem sie laufen und einen ollen PC auf der Arbeit, an dem sie nicht laufen), empfehle ich als systemübergreifende kostenlose eierlegende Wollmilchsau den VLC Media Player. Der frisst alles ausser Super8 und VHS ;-)


hier meine neue Knipse im Verhüterli. Nachdem mir zwei teure wasserdichte Kameras binnen 5 Jahren kaputtgegangen sind (ohne Wasserkontakt oder sonstwelche derbe Behandlung), habe ich mich jetzt für eine Lowtech-Lösung entschieden, diese hat sich auf dieser Fahrt bewährt.
Die paar Bilder, auf denen ich zu sehen bin, haben übrigens Manfred oder Gabi geschossen.

wer hier vorbeifährt, landet -von Dorfmark kommend- einen Kilometer später in Bad Fallingbostel statt auf dem Campingplatz Böhmeschlucht.
Ist jedem schonmal passiert, glücklicherweise der Rückweg mit einem großen Hinweis besser ausgeschildert ;-)

Hier komme ich last minute aber noch pünktlich 9:40 a.m. am Campingplatz an, die Boote sind schon aufgeladen und um 10 Uhr ist Abmarsch. Auch sieht man hier die letzten Regentropfen an diesem Wochenende

drei zwei eins...die Böhme ist meins

hier wird die KSC-Tupperware-Armada startklar gemacht

Klappe auf, Gerödel rein, Klappe zu - da bleibt noch viel Zeit, Gabi bei der Endkontrolle zuzusehen

und so wassere ich auch als Erster, die Kamera natürlich schussbereit

und schon bald füllt sich der Bach

nachdem auch das Frost'sche Dickschiff gewassert hat

geht es durch die noch sehr schmale Jungfern-Böhme

Und Zeit für ein Bild bleibt immer, es ist schliesslich (nicht nur abends) eine Genussfahrt

nach dem Zufluss der kleinen Böhme wird aus dem Bächlein ein Bach

es folgen auf den nächsten Kilometern 3 Bewährungsproben, jedenfalls für Langbootfahrer wie meine Wenigkeit, die auch schon ihren Tribut gefordert haben ;-)

ein  schräges 'Rumpelwehr', da kommt man immer irgendwie 'runter, und zwei kleine, aber je nach Wasserstand gemeine Überfallwehre. 
Hier gibt es für Langboote zwei Möglichkeiten: Umtragen oder Vollgas, also den instabilen Moment, in dem der Bug schon eintaucht, das Heck noch auf der Wehrkrone sitzt, und der grosse Rest in der Luft hängt, so kurz wie möglich zu halten.....so wie diesmal.

Susanne läßt es hier gemächlicher und eleganter angehen, aber Durchkommen ist mir wichtiger als Haltungsnoten ;-)

hier das Ganze nochmal aus sicherer Entfernung betrachtet. 

ich musste inzwischen vor der unbarmherzig niederbrennenden Novembersonne in den Schatten ausweichen, jedenfalls zum Fotografieren.

und so schlängelte sich der Trupp gemütlich durch den Märchenwald

hier ein 'Überkopfschuss' von Helge und Coise

neben den Wehren konnten heute auch alle Brücken be- bzw. unterfahren werden

wenn auch manchmal schon hart am Limit

ich hab mich mit dem Frost'schen Kanadier doch fürs Umtragen entschieden, die nächste Umtrage- und Pausenstelle war ja auch schon in Rufweite

und hier mussten alle raus

nach einer kurzen Phase der Reorganisation 

werden die Luken geöffnet

und es folgt ein allgemeines Schmausen

Guten Appetit



bon appétit!

doch auch die schönste Pause ist irgendwann vorbei

und es geht wieder auf den Bach

insbesondere für die Lang/Dickschiffe ein enormer logistischer Aufwand, insbesondere, wenn der dusselige Vereinskollege seinen Kahn in den Weg stellt...:-)

Auch das Bernhardinerpferd beäugt das Ganze skeptisch

Es folgen 3 Bilder, die für sich selber sprechen






hier nähern wir uns schon den suburbs von Dorfmark

und das ist downtown


hier heisst es an der Mühle auch schon wieder

raus aus die Boote

das hanseatische Dreiergespann hatte es eilig und setzte gleich wieder ein

ich wartete noch auf den Rest der Truppe

und beteiligte mich am gepflegten Paddeltalk

Für mich sind die nächsten 3 km zum Campingplatz die schönsten der gesamten Tour, also schaltete ich in den Egoistenmodus und paddelte sie ganz gemütlich und ganz alleine

mitten im verwunschenen Märchenwald hat ein Riese


seinen Efeu-Spazierstock

über den Bach gelegt

hinter einer der nächsten Kurven ist ein kleiner Schwall unter einer Brücke, ich beschloss spontan, diesen in einem Video festzuhalten. Das Video gelang auch, ebenso die Befahrung, nur sollte man wenigstens eine Hand am Paddel lassen und so verlor ich im Auslauf des Schwalles kurzzeitig erst die Kontrolle über das Boot und dann auch noch über das Video.....aber schaut selber (13,5 MB)



weder mir, noch dem Ufer (geschweige denn dem Stein davor...) ist was passiert und so erreichte ich schließlich die Kurve vor der Anlegestelle beim Campingplatz. Das Anlegemanöver im Schwall habe ich auch im Film festgehalten und diesmal verlief alles wie geplant, wenn auch als einarmiger Bandit die Haltungsnoten zu wünschen lassen (25 MB)

(Anmerkung einer Arbeitskollegin: Bitte den Ton nur mit Bild abspielen...ähh..nundenn ;-))

und da schlagen auch schon zwei Hanseaten mit deutlich besseren Haltungsnoten auf

und auch die 'Coopérative franco-canadienne' macht eine perfekte Punktlandung

Tjaa, wenn die Queen Mary 2 anlegt, müssen die Aidas warten...



So, jetzt aber nix wie raus mit dem Kahn

entladen, umdrehen

und bei Litersilvaner und Steillagenriesling kommt der Vorglühprozess langsam aber sicher in Schwung..





Aha!, da haben  doch drei 'Nurschnuckenesser' die illustre Runde infiltriert :-)

da wir schon gegen 15 Uhr wieder gelandet waren, zog sich das Prozedere mächtig lange hin


aber Punkt 19 Uhr wurden die heiligen küddelsmannschen Hallen gestürmt

wo ein charmantes nordisch Deern die Getränkewünsche notierte

Fahrtenorganisator Uwe nutzt die erwartungsvolle Stille und hält seine Laudatio

und noch hat er die ungeteilte Aufmerksamkeit

doch dann stürzt sich die Paddeltruppe - auf die leck're Hochzeitssuppe

eine Schüssel leer - macht keine rechte Freude mehr

Aber an Nachschub mangelte es nie


das galt natürlich auch für die ultimative Heidschnucke, jeder Vorsatz, doch wenigstens den vorvorvorletzten Nachschlag wegzulassen, 


war von vorneherein zum Scheitern verurteilt

und so blieb am Ende des Gelages nur ein? Stoßgebet an den Heidegeist/Ratzeputz/Malteser... ;+)

auch die hamburger Tafel sieht sehr übersättigt aus

und sowohl die Raucher als auch die Frischluftfanatiker zog es ins Freie

ja, auch wenn ich nicht da bin, seid ihr vor mir nicht sicher

the day after, bei lauen 5°C war es eine gemütliche Nacht, auch Dank des (eingehaltenen) Vorsatzes, es bei zwei Ratzeputz zu belassen


ich nutzte die blaue Stunde für einen anregenden Morgenspaziergang


auch hier am Bach


herrscht noch

eine idyllische Ruhe, vom Säuseln des Baches begleitet



Alles schläft? Nein, im hanseatischen Zeltlager dampft es schon


Moin, Werner!


und unter den erstaunten Augen des Fotografen

wird hier ein coffee to tent gereicht

Nach der ersten Kaffee-Druckbetankung kehrt auch hier Leben ein

doch auch im Han(g)over Quartier beginnt es zu leben



Morgenstung hat Foto im Mund

Bevor wir zum Frühstück flitzen - müssen die Beisserchen blitzen

Und während die Meute Punkt 9 Uhr


das wie gewohnt keine Wünsche offenlassende Frühstücksbüffet plündert



ergänzen/ersetzen? es andere mit einem französischen 'Kippe-Kaffee'-Frühstück

und so ein Anblick ist im Magentawahn auch selten geworden: eine quietschegelbe intakte! Teflonzelle

Dann wurde auch schon die Boote geweckt und die Sonntagspaddelmuffel verabschiedet



hier das ausgedünnte, aber dennoch hochmotivierte Trüppchen


und was gestern im Schwall endete, begann heute in diesem


diesig war es auch heute den ganzen Tag



was aber gut zur Jahreszeit und zur Landschaft passte


wir waren auch nicht alleine unterwegs, die beiden Herrschaften stellten uns nicht etwa die üblich Frage: 'Ist es denn nicht zu kalt??' - nein, sie warnten uns vor einem Paddelblitzer ein Stück weiter...;-)



aber wir hatten es heute gar nicht eilig

und glitten elegant wie es sich gehört am Kurpark

und Bootsverleih in Bad Fallingbostel vorbei



noch 100 Meter bis zur entscheidenden Frage:

to paddle or not to paddle?
aber nachdem sich die ersten über die Wehrkrone gestürzt und heruntergerumpelt waren, siegte dann doch die Vernunft

und ich bog links zum Umtragen ein

wandern ist im Begriff  'Wasserwandern' schließlich enthalten

und so setzte ich gedehnt und gestreckt wieder ein

und postierte mich unter der Brücke, wo ich die nachfolgenden 'Wehrrunterrumpler' in Bild und Video festhielt (16 MB)

und mal wieder einen Baum vorm Kopf

doch auch ich kam in den Genuss von Wildwasser Stufe 0,3 ;-)

und aus dem Wild/Waldbach wurde zeitweilig ein Wiesenbach


incl. Bio-Rasenmäher

an der letzten offiziellen Pausenstelle vor Walsrode machten wir dann auch unsere letzte offizielle Pause

und da behaupte einer, in der norddeutschen Tiefebene gibt es keine Berge

die letzten paar Kilometer spulte ich im Ego-Modus 'runter

und erreichte folgerichtig die (ausstiegstechnisch besch....eidene) Endhaltestelle am Schulzentrum in Walsrode mit knappem Vorsprung als Erster, dicht gefolgt von Gabi und Manfred

von der Brücke aus gelangen mir dann ein paar gelungene Schüsse vom Einzug der Paddelatoren:







nach der wunderschönen Kür kommt dann die lästige Pflicht, aber wat mutt, dat mutt....


also werden Boot und Mann mehr oder weniger kunstvoll


oder mehr oder weniger hart am Limit auf und in die Autos verteilt.

Danach trat man mehr oder weniger geordnet den Rückzug an. Die meisten machten noch einen Abstecher zum Campingplatz, um entweder das restliche Material aufzuladen und dann den verdienten Heimweg anzutreten. Oder den Sonntag im geheizten Vorzelt bei Kaffee und Kuchen ausklingen zu lassen.

  Da ich eine in der Kindheit geprägte und unwiderrufliche Abneigung gegen 'Sonntags bei Kaffee und Kuchen zusammenhocken' habe, ging ich direkt nach Hause und nur kurz über KSC-Basislager und beließ es auch bei den im Verein bei Kaffee und Kuchen zusammenhockenden bei diesem Foto: 

Uff! Ihr denkt jetzt sicher, der Jo ist total durchgeknallt, und ihr habt ja soo recht! :-)

Aber ich wollte einfach mal mein neues Kamera-Spielzeug ausgiebig testen und habe euch als Opfer auserkoren.

Ab sofort backe ich wieder kleine Brötchen.

(-:  Die schmecken eh am Besten :-)

Also bis nächstes Jahr!!!!

JO