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Neuseeland Februar/ März 2011

(Lake Taupo, Abel Tasman Nationalpark, Akaroa Harbour)

Im Februar und März waren Dagmar und ich für vier Wochen in Neuseeland. Eigentlich eine lange Zeit, aber doch viel zu kurz für alles, was wir machen wollten. Fünf Kanutouren waren angedacht, letztlich sind es immerhin drei daraus geworden.

Unsere erste Tour machten wir auf dem Lake Taupo im Zentrum der Nordinsel. Der See ist der größte Neuseelands und ist ein gefluteter riesiger Vulkankrater. Der erste Versuch Kajaks zu Mieten schlug fehl. Nach schlechten Erfahrungen machen die kommerziellen Anbieter das anscheinend nicht mehr. Wir haben deshalb eine geführte Tour gebucht. Mit etwas Bitten und Überzeugungsarbeit haben wir es auch geschafft Einerkajaks zu bekommen. Das machen die Verleiher wohl nicht so gern. Wir hatten jedenfalls Glück, bekamen Einerkajaks und eine Mini-Gruppe. Neben dem Guide war nur noch ein erfahrener Kajaker aus Perth dabei. Das hatten auch den Guide gefreut, da er am Tag vorher mit Anfängern unterwegs war und die gerade mal die Hälfte der Strecke geschafft haben.

Der Einstieg erfolgt in einer kleinen Bucht der Arcadia Bay 2 km westlich von Taupo.

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Im Hintergrund ist der Vulkan Mount Tongariro, auf den wir zwei Tage später geklettert sind.

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Das Ziel der Tour (obwohl natürlich der Weg das Ziel ist :-) sind die Felsschnitzereien der Maori. Diese sind nur vom Wasser aus zu erreichen.

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Links oben ist das Haus von Rod Stewart. Wurde uns jedenfalls gesagt.

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Die anderen beiden Kajaktouren, die wir auf der Nordinsel machen wollten, mussten wir leider aus Zeitgründen ausfallen lassen.

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Auf der Südinsel haben wir dann natürlich den Paddelpflichttermin gemacht, den Abel-Tasman-Nationalpark im Nordwesten der Südinsel. Wir waren zwei Tage paddeln und sind einen Tag zurückgewandert.

Leider hatten wir Schwierigkeiten mit der Bootsausleihe. Wir wollten Einerkajaks haben, was aber ein Problem war. Im Fremdenverkehrsbüro der nächst größeren Stadt Motueka wurde uns gesagt, das prinzipiell keine Einerkajaks verliehen werden. Wir haben uns dann entschieden nach Marahau, dem Eingangstor zum Park zu fahren (was weiter war, als wir erst dachten) und dort direkt zu fragen. Im dortigen Fremdenverkehrsbüro wurde uns gesagt, dass mal geguckt wird, was so geht und ob der Guide uns das zutraut. Wir haben dann gebucht.

Am nächsten morgen herrschte beim Verleiher reger Betrieb. Es wurde Ausrüstung verteilt, Anweisungen und Belehrungen gegeben, was man da halt alles so macht.

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Leider wurde dann unser Ansinnen abgelehnt. Da half auch alles nörgeln, meckern und schmollen nicht. Jedenfalls war ich erstmal schlecht gelaunt, was eigentlich angesichts dieses tollen Paddelreviers gar nicht möglich war.

Statt zweier sportlicher Einerkajaks bekamen wir dann das größte Kajak, dass ich bislang gesehen habe. Ein wahrer Kampfstern Galaktika. So breit, dass es gar nicht kentern konnte und trotzt Fiberglass so schwer, dass wir es auch leergeräumt fast nicht vom Strand zum Lagerplatz tragen konnten. Das richtige Gefährt für Touris, für einigermaßen ambitioniert Paddler aber eher eine Zumutung. So, genug gemeckert, denn die Tour war auch mit diesem Mistding super.

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Es war gerade Ebbe und die Boote wurden mit Treckern zum Wasser gebracht, das war schon recht angenehm

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Die Paddler müssen aber dann doch zu Fuß gehen.

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Obwohl viele Paddler unterwegs sind, zerstreut sich das schnell. Wir sind hier um eine vorgelagerte Insel (Adele Island) gefahren und haben gleich mal eine schöne Bucht für die Pause annektiert.

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Bei Flut kann man in traumhafte Lagunen und Flussmündungen einfahren.

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Auf zwei vorgelagerten Inseln (hier Tonga Island) gibt es Seal Kolonien. Man darf heran fahren und sich die putzigen Gesellen angucken, aber nicht anlanden.

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Wir sind anschließend die Westküste entlang nach Süden gefahren. Hier in den Bergen sind anscheinend herrlich Wildwasser Reviere. Hier gibt es reichlich Flüsse mit Wasser wie Soca oder Salza. Das Zentrum ist in Murchison am Buller River. In der Gegend fahren auf jeden Fall auffällig viele Autos mit Wildwasserbooten auf dem Dach.

Unser nächstes Ziel war Queenstown am Wakatipu See. Auch ein super Paddelrevier mit dem riesigen See und tollen Wildwasserflüssen (z.B. Shotover und Kawarau River). Uns war es aber zu kalt und windig zum paddeln. Ohnehin sollte Queenstown nur Zwischenstation sein. Geplant war es im Milford Sound im Fjordland zu paddeln. Da der Wetterbericht aber in unserem Zeitfenster heftigen Dauerregen ansagte (den hatten wir schon reichlich an der Westküste), haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, das sein zu lassen. Stattdessen sind wir dann nach Dunedin gefahren. 

Von Dunedin aus sind wir die Ostküste nach Norden gefahren, da wir das Auto in Christchurch abgeben mussten und von dort aus nach Auckland zurück geflogen sind. Da wir wegen des Erdbebens nicht nach Christchurch rein konnten, haben wir unseren geplanten Aufenthalt in Akaroa verlängert. Akaroa ist ein kleines französisch geprägtes Städtchen auf der Banks Halbinsel bei Christchurch. Der Akaroa Harbour ist, ähnlich wie der nur 25 km entfernte Hafen von Christchurch (Lyttelton Harbour, dort war übrigens auch das Epizentrum des Bebens), ein Vulkankrater, in den durch Brandungserosion Meerwasser eingedrungen ist.

Das Bootemieten ging dort super entspannt, ohne irgendwelche Probleme und auch noch recht günstig. Wir sind mit den Booten die Bucht in Richtung Meer gepaddelt. Dabei haben wir auch gleich einen Delfin gesehen. Der war allerdings zu schnell zum fotographieren.

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Hier paddelt Dagmar gerade vor dem Britomart Denkmal. Auf dem Flaggenmast weht auch nicht die neuseeländisches Flagge, sondern der britische Union Jack. Als hier nämlich 1840 ein französisches Siedlerschiff ankam, um diesen Bereich in Besitz zu nehmen, mussten sie feststellen, dass einige Tage zuvor der Vertrag von Waitingi in Kraft getreten ist und Neuseeland nun englische Kolonie war. Die Engländer zeigen den Franzosen also bis heute eine lange Nase. Die französischen Siedler hatten keine Lust mehr weiter zu segeln, wählten das kleinere Übel und wurden Untertanen ihrer Majestät.

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Und dann haben wir nach einigen vergeblichen Versuchen doch noch Pinguine gesehen und dann auch noch beim Schwimmen :- )

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Dort hinten ist dann das offene Meer. Dahin darf man dann mit Leihbooten auch nicht mehr fahren.

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Hier fährt gerade ein Boot zum Delfinschwimmen hinaus. Das war nach der Paddeltour auch unser nächster Plan. In dickem Neo sind wir mit so einem Boot auf´s offene Meer gefahren, sind ins Wasser gesprungen und haben mit den dort ansässigen sehr seltenen Hector-Delfinen geschwommen.

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Ingesamt ist Neuseeland ein Paddelparadies mit dem großen Manko, dass man leider nie genug Zeit haben wird, um alles zu sehen, paddeln und genießen (Maik)