Grosse Fahrt ums kleine Dreieck

Bericht vom 30. Juni 2012

Am letzten Tag des Juno fand für den Verein die zweite, für mich die erste Fahrt ums Dreieck statt, was bedeutet, dass es mal wieder Bilder von der Tour gibt, und wenn ich sage viele Bilder, dann sind es sehr viele Bilder, mehr Bilder, als das Jahr Tage hat, von knapp 400 Bildern habe ich hier mal knapp 100 ausgesucht und lege gleich los...

Da ich schon eine Stunde vorher vor Ort war, traf ich das Kollektiv 'Schutt räumen' in voller Aktion an

erstmal wurden bei strahlendem Sonnenschein die ersten Begleitboote rausgelegt



Das Hauptfeld kam in Form eines Velo-Stosstrupps angeflogen



dann gings ans Schwimmwestenverteilen

und erste zaghafte Anweisungen wurden von Andi erteilt



und hier lauscht die ganze Meute dem obligatorischen Vortrag

Ich hatte schon gewassert und konnte in aller Ruhe den anderen dabei zuschauen

das Schlusslicht machte Fahrtenleiter Andi

und dann ging es los

bridge over paddled water

und am Ihme-Zentrum vorbei, der 'Baustil' nennt sich übrigens passenderweise Brutalismus :-)

hier sind auch zahllose Bäume den Hochwasser-Baumaßmahmen zum Opfer gefallen

die neue Brücke am schwarzen Bär

und danach wirds wieder richtig grün

ich hab mich mal an die Spitze gesetzt und 'über Kopf' fotografiert

am Klinikum Siloah wird noch fleissig geschraubt

ich bin mal vorgespurtet und liess mir von ein paar netten Kollegen vom KC Salzgitter beim Umtragen helfen

denn ich wollte ein paar Bilder von oben machen

Kanuwandern in seiner puritanischsten

wenn auch nicht unbedingt beliebtesten Form

danach wurde auf halber Strecke erstmal gechillt

wir waren auf dem ersten Teil verdammt schnell unterwegs, aber man soll ein Fussballspiel ja erst nach der zweiten Halbzeit loben

jetzt wurde erstmal planmäßig in den schlammigen, hüfttiefen Verbindungsgraben zur Stadtleine eingesetzt

die meisten waren schon drin und ich wollte schon Richtung Spitze lospaddeln, da hörte ich hinter mir Platschen und Tumult

Einigkeit ist eine hehre Tugend, aber wenn sich in einem Paddelboot alle Paddelnden einig sind, gleichzeitig zur gleichen Seite zu neigen, dann ist das Unvermeidliche unvermeidlich: die halbe Kenterrolle, die auch dem ungeübtesten Laien auf Anhieb gelingt

dann gilt es, ein gefühlt 500kg wiegendes Boot an Land zu lotsen

und 470 Liter Wasser zu lenzen, einziges Opfer war ein (altes) Handy und eine durchweichte Geldbörse, die leider nicht den Weg in die wasserdichten Tonnen oder Begleitboote gefunden haben

das Ganze dauerte natürlich etwas und so langweilte sich das restliche Volk in der Leine am Maschsee

aber dann ging es doch weiter

am Maschsee vorbei

unter dieser Brücke wohnt

ein Eremit, der es sich recht wohnlich eingerichtet hat

der folgende Kilometer ist für mich der schönste

doch vorm Wehr am Landtag muss man wieder raus

über ein fragiles Holzkonstrukt

und eine steile Böschung wird ein Boot nach dem anderen hochgewuppt

sauber ist das Kenterboot auf jeden Fall

und hier das Ganze von oben

über einen belebten (Rad)weg ging es

auf die Wiese beim Waterloo-Biergarten



dort wurden Paddelpäckchen auf die Bootswagen geschnürt

und es ging auf dem roten Faden neben der grünen Leine kanuwandern

mitten über den Flohmarkt, da vorne rechts ist die rettende Wiese

nach und nach füllte sich die Wiese

und die Vorhut wasserte schon

also wer hier reinfällt

hat viel Publikum

Andi gab auch noch dem letzten Boot einen Klaps

da wartet schon eine Leihboot-Armada darauf, daß wir den Steg räumen

Überhaupt ist dieses Jahr eine enorme Steigerung des Paddelverkehrs auf der Leine zu bemerken. Immer öfter trifft man, auch in der Woche auf grünbootige Paddelpulks, die beim schnellen Graben, unserer Pausenstelle, ins Wasser gekippt und dort auch wieder aufgesammelt werden. Wobei sie andersrum paddeln, also erst die breite Ihme runter und dann die kuschlige Leine hoch, was bei uns keiner macht, warum eigentlich?! ;-)

auf jeden Fall war heute bei Niedrigstwasser der Ponton der Leinesuite problemlos passierbar

Nanu?..Nana!

dann wurde die frischrenovierte 'Flohmarktbrücke' passiert

von dort wurde mir auch schon mal eine Bierflasche zugeworfen..leider leer

da links ist die Stelle, wo die Mauer eingestürzt ist und umfahren werden muss.
Wenn hier länger gesperrt worden wäre, wäre dies wohl das Ende der Rundfahrt gewesen

nach der Brücke begegnete uns die rasende Marion

wieder eine sehr romantische Ecke

nach diesem Bild machte ich einen Endspurt Richtung Grill

wo Maître de Barbecue Jens schon den Grill vorgeglüht hatte

und da läuft schon die Paddelflotte in den Heimathafen ein

dann wurden Kollateralschäden getrocknet

Boote geputzt

Grillgut verputzt

ein letzter wehmütiger Blick

der eine oder andere wohlverdiente Schluck

ganz am Schluss traf ich noch Klaas und Gustel beim Pimpen unserer Solaranlage an

man könnte auch lästern: Frickeln an unserer Dauerbaustelle

und schon wieder war eine schöne und abwechslungsreiche Fahrt ums Dreieck vorbei, ich hab mal wieder meine Pflicht erfüllt, wenigstens eine Fahrt dokumentarisch zu begleiten. Bei deutlich über 25°C hart an der Grenze meiner persönlichen Leidensfähigkeit ;-)

Aber der Sommer ist ja noch lang, und abwechslungsreich

JO