Zeitpunkt Okt/Nov. 2014
Text Micha A.
Fotos Micha A.

Hannöversches Flammbier

Bericht über mehrere Brautage auf dem Gelände des KSC

alles beginnt am 24.10....

Im Frühtau zur Leine wir ziehn, fallera…

Das von den Stadtwerken bereitgestellte Felsquellwasser des KSC bildet die Grundlage für allerhöchste Bierqualität.

Gerste in ihrer schönsten Form: Malz ist vorgekeimte und gedarrte Gerste. Schrotmeister Carsten …

… bricht die Körner auf ungefähr exakt 1 mm Durchmesser auf.

Einmaischen bei 52°C. Die Temperatur wird stetig erhöht bis 78°

Der große Löffel heißt „Braupaddel“. Ehrlich! Und der Topf heißt „Pfanne“.

Wie kommt der Saft aus der Matsche raus? Wir „läutern“ die Maische mit einem Filterschlauch im Inneren des Bottichs …

… und lösen den restlichen Zucker mit 78° heißem Wasser kontinuierlich heraus.

Lecker Stöffsche: Die anfängliche „Ausschlagwürze“ hat einen Zuckergehalt von 18 %. Er wird über eine Dichtemessung per Spindel ermittelt. Nach dem Läutern bleibt ein Gehalt von gut 11%, und nach dem Hopfenkochen werden wir bei 12 ° landen - genau da wollen wir hin.

Mama Carsten füttert die Glutbrut …

… und Mama Micha die beiden Feuer.

Der schönste Sound der Welt!

Middaaaaaach!

Ungefähr Feuerstufe 3: Die Sache nähert sich dem Siedepunkt.

Nach Zugabe des Hopfens zieht ein lieblicher Duft über das Gelände.

Während 96 mit 0:3 gegen Gladbach unter die Räder kommt, köchelt der Sud eine gute Stunde vor sich hin.

Durch den „Whirlpool“ versammeln sich alle Feststoffe in der Mitte des Topfes …

… und bilden den „Trubkegel“ aus geflocktem Eiweiß und Hopfen (Blick in den Topf). Über das Kupferrohr wird die klare Würze seitlich abgesaugt.

Für Hermine: Hermine ist meine Lieblingssau in einer großen Schar Dänischer Protestschweine. Sie liebt den „Treberkuchen“ über alles!

In guten Händen: Früher sprach man am Ende des Brautages ein frommes Gebet und hoffte, dass der Sud mit göttlicher Hilfe gelänge. Heute geben wir nach dem Abkühlen Bierhefe zu, die im Vorfeld sorgfältig aufgepäppelt wurde. Sie macht sich nun über den Gerstensaft her und verarbeitet den Zucker zu Kohlendioxid und Alkohol. In zwei Wochen hat sie alles weggefuttert. Dann werden wir unser Flammbier in etwa 90 Flaschen füllen und vier Wochen reifen lassen und dann alle gemeinsam wegsaufen


Fortsetzung des Berichts über das Brauprojekt
auf dem Gelände des KSC (22.11.2014)

2 Wochen später: Der Sud ist vergoren und ein himmlischer Duft verbreitet sich in der neuen Werkstatt.

Wir trennen das Jungbier von der Hefe und starten die Nachgärung.

Komm ins Fläschen

.... und Verschluss drauf!

Die „Beute“ für den nächsten Sud (Hefe)

Der Mond zieht seine Kreise über dem KSC-Gelände, während wir warten, bis die Nachgärung abgeschlossen ist. Geduld ist eine Tugend…

2 Wochen später: Inzwischen hat Helmut die Etiketten entworfen und drucken lassen. Carsten macht die Etikettiermaschine.



Voilà!

Der Künstler ist zufrieden.

In zwei Wochen ist KSC-Abschlussfest. Dann wird das Bier fertig gereift sein. So lange machen wir schon mal Werbung. Bis dahin

 

Michael A.