Zeitpunkt März 2014
Text Jo
Fotos Jo + Maik

Leine-Frühlings!fahrt

Tolles Wetter, tolle Fahrt

‘Warum nicht mal in die Nähe schweifen - wenn das Gute liegt so nah‘...warum die Leine Frühlingsfahrt fast direkt vor‘m Haus vom KSC so stiefmütterlich behandelt wird, ist echt eins der letzten grossen Rätsel der Menschheit :-). Das Wetter kann diesmal sicher nicht der Grund gewesen sein, wo sonst Regen, Gegenwind und Hochwasser mit dieser Fahrt verbunden werden, brannte diesmal die Sonne von morgens bis abends erbarmungslos bei 22°C vom Himmel, dazu gabs Rückenwind und der Wasserstand leicht unter normal.

Alles in allem perfekte Bedingungen, ja für mich schon fast zu perfekt, aber das ist ja mal wieder klagen auf hohem Niveau. Ich hatte mir dieses Jahr fest vorgenommen, mal wieder mitzupaddeln, aus den geplanten 52km Gesamtstrecke wurden dann 30km bis Niedernstöcken, da ich erkältungstechnisch vorbelastet war und Maik und Dagmar sich am Freitag spontan gemeldet hatten unter der Voraussetzung, eben maximal 30km zu paddeln. Und so lag es wieder mal an Marion, die KSC-Ehre mit der vollen Distanz zu retten ;-)

Beschlossen, aufgeladen, hingefahren, um viertel vor 9 trafen wir in Neustadt ein, wo der übliche Trubel herrschte:

da wir aber noch die Autoumsetzaktion durchziehen mussten, wurde es kurz vor viertel vor 10

bis wir einsetzen konnten

und das zu wesentlich entspannteren Voraussetzungen, fast idyllisch inzwischen

einsetzen am oder neben dem Luxussteg

und die endlosen Weiten der Unterleine ergriff Besitz von uns

Ein kleiner Wildwasser-Abschnitt, mindestens Stufe 0,45 :-)



ansonsten Sonne, Frieden und das Plätschern des Paddelwassers

hier unsere erste und einzige aktive Überholaktion

Ein Vater im Zweier mit seinen zwei Sprösslingen (einer im Kinderboot) hatte gut zu tun, weniger mit paddeln, ich spontansinnierte:
‘Die größte Freude und die größte Not, sind die Kinder mit im Boot‘

sonst trafen wir auf dem ersten Drittel bis Basse keine Paddelseele an

und da sind wir auch schon in Basse, ein Drittel haben wir schon hinter uns

mit Flussinsel kommt fast Loire-Feeling auf

aber da! Angriff von hinten, ein Zweier, der bestimmt noch mehr vorhat als wir Gammelpaddler, zieht vorbei

kurz vor Helstorf nutzten wir diese dekadente Gleithang-Sandbank

für eine hochverdiente Pause

der Rest vom Paddelfest zog derweil an uns vorbei

und weiter gings

es häuften sich die Uferpaddelschwalben

das ist die Brücke in Helstorf bei km 20, als Pausenstelle jetzt nicht so der Bringer

der fast stetig wehende Rückenwind drückte uns erbarmungslos die letzten 10 km die Leine hinunter

und noch so ne dekadente Kiesbanktruppe

kurz vor der Brücke in Niedernstöcken schwächelten die Ersten

aber der Anblick der Ausstiegsbrücke bei km 30 war dann doch ein erfreulicher, denn wenn einem die Sonne ohne Unterbrechung auf den Trockenanzug brennt, dann ist das bei den Temperaturen, atmungsaktiv hin oder her, paddeln im eigenen Saft. Also die volle Distanz wäre machbar, aber schon ne Herausforderung geworden zu der Tageszeit, da sollte man schon, wie bei jeder Langstrecken-Sommerfahrt, mit den Hühnern starten.

wer bis dahin noch sauber war, war es nach der schlammigen Böschung sicher nicht mehr

und so endete die Erste, aber sicher nicht letzte Hitzeschlacht dieses Jahr ;-)