Zeitpunkt September 2015
Text Jo/Kristine
Fotos Jo/Kristine/Nicola

Weserbergland & Spanferkelsuppe

Eigentlich wollte ein KSC-Sextett die Weserberglandrallye paddeln, Samstag Vorfahrt von Minden und Sonntag Hauptfahrt nach Minden, letztere fiel aber ins Wasser bzw. wurde vom Winde verweht..
Also nutzten wir am Sonntag nach dem Spätstück zwischen zwei oder vier Schauern die Zeit, die Zelte abzubrechen, und kehren ins Basislager zurück, dort gaben wir uns die Spanferkelsuppe und erlebten eine massive Bootsschlacht an Land

Ich schlage Samstag pünktlich zum Frühstück in Minden auf

Wetter ist an an diesem Morgen eigentlich bombig, netter Wind und viel Sonne, aber schon beim Einsetzen wurde es grau

 

 

 

und nach den ersten Metern trifft Windkraft auf Motorkraft

wie man unschwer erkennt, herrscht Rückenwind, an der Weser so selten wie ein 5er im Lotto

 

da hinten das Wasserkreuz, der Mittellandkanal überquert die Weser

mein Kopf sagt hier immer: geniale Konstruktion
mein Bauch: nix wie weg hier...

wir lassen es ruhig angehen

 

 

da hinten sieht man schon die massive Regenfront, die uns zeitnah erfrischen wird

nee, die Radler sehen sie noch nicht ;-)

ich nehme den rückenwindlosen aber interessanteren Teil am rechten Ufer

und einen Kilometer vorm Wehr in Petershagen bekommen wir eine intensive undokumentierte Dusche, kurz nach diesem Bild

aber vor der Bootsrutsche ist es von oben wieder trocken

und runter mit schmackes!...ich halte die Kamera und Eva (erste Bootsrutsche!) das Paddel, es kommt zu einer Beinahekollision, die aber ohne grössere Kollateralschäden endet

dann machen wir eine wohlverdiente Pause

direkt hinterm Wehr

der Kollege links am Ufer in Tarnfarbe ist ohne Spritzdecke gebootsrutscht, hat ca 14,44 Liter Wasser gefasst und war signifikant suboptimaler Laune :-)

aber bei uns war alles taco-bell

diese Wasserung in Schieflage setzt grosses Vertrauen in den Schiebenden und robustes Bootsmaterial voraus

der Rest der Fahrt war geprägt von grossartigen Wolkenformationen und einer kleinen Dusche beim Ausstieg in Windheim (20km)

 

reih‘ dich ein in die Paddlerfront, weil du auch ein Paddler bist

 

das war also der Samstag mit der 20km Vorfahrt, darauf folgte noch ein ausgiebiger Rundgang über das Veranstaltungsgelände in Minden, bisschen Paddelkram geshoppt, paar Gerstenkaltschalen gezischt....und dann abends ein tolles Feuerwerk am anderen Ufer, beleuchtete Bootsparade, Fackelschwimmer - etwa doppelt so viele wie auf dem Maschsee, schon ein beeindruckendes Schauspiel, auch der eine oder andere Schauer konnt die Stimmung nicht trüben, ich mache von sowas keine Fotos mehr, das muss man einfach selber erleben.

 

The (sun)day after

beginnt schon mal mit einer Flucht vor einem Schauer vom Frühstückstisch draussen in Heikos kuschligen Wohnwagen. In dieser intimen Umgebung wurde dann auch beim Blick aufs Regenradar die Entscheidung getroffen, die heutige Fahrt abzublasen, im wahrsten Sinne des Worte. Einfach zuviel Wind (und heute von vorne) und Regen, da muss man einfach mal die Segel/Paddel streichen können wollen

aber wir waren nicht die Einzigen, und die Goldpaddler, die ich schon morgens um 7 bei der Abfahrt gesehen habe, sahen alle nicht sehr paddelfreudig aus,es wehte gar ein Hauch von Gruppenzwangdynamik hie und da übers Gelände ;-)

zwischen den Schauern brechen wir die Zelte ab

aber es geht bei den Nachbarn auch hoch her

ein letzter nicht allzu wehmütiger Blick

und noch ein Blick aufs andere Ufer

zurück im Heimathafen lodert beim Abladen schon das Spanferkelsuppenfeuer

es wird geputzt, gepult und geschnibbelt

abgeschmeckt

lamentiert

zwischenprobrührt

aber dann heisst es schliesslich

o‘gricht is

ein Blick sagt mehr als 1000 Worte

und während noch die letzten Bissen in aller Munde waren, wurden alle Wildwasserboote aus dem Schuppen befördert

sortiert nach Vereins- und Privatbooten

und dann nach einem exakt ausgeklügelten Schema wieder zurückgelegt.
Und dieses Schema ist hiermit in Stein gemeisselt bzw. wird auf einem Plan ausgehängt, sollte sich in Zukunft ein Boot an einem Fremdplatz befinden so (O-Ton Falk)

‘Wird es auf den Steg geschmissen und wer will, kann es mitnehmen!!!‘

hier meine letzten beiden Eindrücke

ich habe jetzt fertig ©, und erteile Kristine Bild und Wort:


Micha und Doro planen das Bausaufenbrauen, der kleine Jo möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden und Falk räumt mit seiner Truppe auf, macht den Bootsliegeplan und schickt dafür die Jugend los, um ihm die Bootsnamen zu sagen, bei jeder Meldung dürfen sie sich eine Süßigkeit nehmen