Zeitpunkt Juli 2016
Text Nicola D.
Fotos Nicola D. + Bettina S.

Lachtefahrt im Juli

Ende Juli ging es mit einer munteren Truppe auf die Lachte. Beim KC Lachtendorf
durften wir das Vereinsgelände begutachten und zum Einstieg benutzen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an
die Paddelfreunde!

Die Wartezeit zum Einsteigen und lospaddeln gestaltete sich als lang, eher sehr lang. Was uns einen neuen Vereinskontakt
zum Kanu Club Rennsteig e.V. (Hörschel/Werra) bescherte, die dort gerade gastierten. Als die Verirrten von ihrer Zielortfahrt
zurück kamen, ging es sodann auf den Bach. Dieser entpuppte sich als "gerade noch befahrbar" und wir schlängelten uns,
nicht direkt über Stock und Stein, vielmehr durch Gestrüpp und Holz. Die Hauptattraktion war, wie immer, die Bootsrutsche.
Ausführlich, wie nahezu jedes uns in den Fluss gelegte Hindernis, fotografisch dokumentiert. Die Lachte kommt der sportlichen
Ordnung der Kurven-Örzte schon sehr nahe, macht jedoch subjektiv gefühlt: doppelt so viel Spaß! Uwe leitete und schulte die
Truppe wie immer mit fachmännischen Know How und kühner Gelassenheit. Will sagen: es war einfach toll!

Um die Paddeltour krönend mit einem geringfügigen Anstieg des Adrenalinpegels abzuschließen, wurde der Schlüssel des am
Zielort abgestellten Fahrzeugs mal eben vergessen, oder verloren, oder so. Passiert. Mit einem Taxi fuhren ein paar von
uns Nassgepaddelten durcheinanderquasselnd zurück zur Einsatzstelle, in der stillen Hoffnung den KFZ-Schlüssel im anderen
Fahrzeug zu finden. Während den Shuttelbunnys die eine oder andere dramatisch inszenierte Geschichte durch den Kopf ging
"Kommen wir heim? Wenn ja, wie und überhaupt?" fand sich nicht nur der gepriesene Schlüssel, sogar am Zielort ein verwaister
Paddler an, welchem gleiches Schicksal widerfuhr: Schlüssel vergessen. Nun standen wir gerade wenige Sekunden auf der "funny
site of live" und beschlossen uns auch in Sachen Motorsport nicht Lumpen zu lassen. Diesen einsamen, ebenfalls nassen Paddler
auf der Rückbank, fuhren wir (gefühlt zum 100ten mal, mindestens) zurück zur Einstiegstelle, damit auch er seinen Wagen besteigen
konnte. Jeden Tag ´ne gute Tat!

"Wenn einer eine Reise tut" ... in diesem Sinne ließen wir, zwischen vielen anderen Gästen in einem griechischem Restaurant zur
perfekten Dinnerzeit, unsere Erlebnis-Tour traditionell bei leckerem Eis ausklingen. Der Oberkellner war "not amused", nicht
wirklich, um 19:30 h Speiseeis zu servieren. Ertrug die von uns ausgehende, von Grund auf äußerst fröhliche Gruppendynamik
jedoch tapfer. Ob der Grieche uns nochmal bewirten und ebenfalls das örtliche Taxiunternehmen in Zukunft adrenalingeplagte
Paddler chauffieren wird, entzieht sich bis auf weiteres meiner Kenntnis ;-)





davon gibt‘s auch noch ein Video